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Doch welcher Steckertyp ist der richtige?

E-Autos nach heutiger Lesart werden schon seit vielen Jahren verkauft. Trotzdem gibt es bei der Ladeschnittstelle immer noch keinen international einheitlichen Standard. Doch wie so oft herrscht auch hier die Macht des Faktischen, und die heißt in Europa CCS. Die Abkürzung steht für Combined Charging System, das vor allem von europäischen, koreanischen und US-Autoherstellern favorisiert wird und das in der IEC/EN 62196 genormt ist. Combined deshalb, weil der Stecker die sieben Pole eines Typ-2-Anschlusses für Wechselstrom (AC) im unteren Bereich mit zwei Steckkontakten für die Gleichstromübertragung (DC) ergänzt.

Damit ist schon das zweite Stichwort gefallen, der Typ-2-Stecker, der nach EC/EN 62196 Typ 2 ausschließlich für das AC-Laden mit Wechselstrom vorgesehen ist.
Wenn mit dem CSS-Anschluss Gleichstrom geladen wird, hat der Typ-2-Bereich Pause. Lediglich seine beiden Signalkontakte übernehmen die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation.   
Ein Typ-2-Stecker, mit dem in Europa heute alle AC-Ladestationen/Wallboxen ausgerüstet sind, passt also in eine CCS-Aufnahme, die ja für Wechselspannung (AC) und für Gleichspannung (DC) ausgelegt ist. Umgekehrt funktioniert das nicht, denn die Typ-2-Aufnahme darf ja nur Wechselstrom. Und das Steckerlayout schließt eine Verwechslung aus.

Somit lässt sich der CSS-Anschluss eines E-Autos sowohl mit einem DC- als auch mit einem AC-Kabel verbinden.

Der Typ-2-Stecker wiederum unterstützt sowohl einphasiges (230 V) als auch dreiphasiges (400 V) Wechselstromladen. Deshalb ist dieser fahrzeugseitig auch an den sogenannten Notkabeln, auch Mode-2-Kabel genannt, zu finden. An der zweiten Seite befindet sich ein normaler Schuko-Stecker. Damit ist im Notfall das einphasige Wechselstromladen des E-Autos an einer normalen Haushaltsteckdose möglich, was natürlich wesentlich länger dauert als das dreiphasige AC-Laden an einer Wallbox. Damit dies funktioniert, sind die Kabel mit einer In-Cable Control Box (ICCB) zur elektronischen Ladesteuerung ausgestattet, die auch Sicherheitsfunktionen übernimmt.
An Bedeutung hingegen verliert der 5-polige Typ-1-Stecker, der ausschließlich für das einphasige AC-Laden ausgelegt ist. In Europa ist dies 230 V, in den USA, wo dieser Steckertyp aus historischen und technischen Gründen immer noch weit verbreitet ist, 120 V. Der Typ-1-Stecker spielt in Europa nur noch eine Nischenrolle und ist vorwiegend bei älteren E-Autos anzutreffen. Per Adapter ist die Verbindung zwischen Typ 1 und Typ 2 problemlos möglich.

Eine gewisse Sonderstellung nimmt Tesla mit seinem hauseigenen Supercharger-System ein, das zur Gleichstromübertragung einen modifizierten Typ-2-Stecker nutzt. Per Adapter kann man aber auch an EN-standardisierten Ladesäulen „tanken“.

Ebenfalls erwähnt werden muss das von japanischen Herstellern favorisierte und dort auch weit verbreitete Ladesystem CHAdeMO. Das ist zwar ähnlich aufgebaut wie CCS, dessen Steckerlayout und Signalübertragung per CAN-Bus ist aber mit CSS nicht direkt kompatibel. 

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